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Lichtrichtung beeinflusst Aufmerksamkeit und Stimmung

Dissertation liefert Erkenntnisse zur räumlichen Lichtverteilung und deren Auswirkungen.

28. Juli 2026

Licht beeinflusst nicht nur das Sehen und den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen, sondern hat auch Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit und Stimmung. Die Forschung zu den nichtvisuellen Wirkungen des Lichts zielt unter anderem darauf ab, Licht und Beleuchtung am Arbeitsplatz so zu nutzen, dass Aufmerksamkeit und Wohlbefinden sowie die langfristige Gesundheit verbessert werden. Mit dem Einfluss der räumlichen Verteilung des Lichts im Gesichtsfeld des Menschen hat sich Kai Broszio bei der Technischen Universität Berlin und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beschäftigt. Seine Dissertation "Direction Dependence of Non-Image-Forming Effects - Differences in the Effect of Light from Superior and Inferior Field of View on Measures of Alertness" hat die BAuA nun veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Frage, ob die räumliche Verteilung des Lichts im Gesichtsfeld Auswirkungen auf Aufmerksamkeit und Wohlbefinden hat. Dazu wurden bestehende Forschungsergebnisse ausgewertet, neue Messverfahren entwickelt und in Laborstudien unterschiedliche Beleuchtungssituationen untersucht. Verglichen wurden unter anderem Lichtwirkungen im oberen und unteren Gesichtsfeld sowie verschiedene Tageszeiten und Beleuchtungsstärken, die unterschiedlich starken Einfluss auf die nichtvisuellen Lichtwirkungen haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Richtung des Lichts die nichtvisuellen Wirkungen von Beleuchtung beeinflussen kann. Besonders deutlich waren diese Effekte nachts und bei Licht, das biologische Prozesse im Körper besonders stark beeinflusst. In diesen Situationen führte Licht aus dem oberen Gesichtsfeld häufiger zu einer verbesserten subjektiven Aufmerksamkeit und einer positiveren Stimmung. Am Tag waren diese Unterschiede dagegen geringer.

Die Dissertation macht außerdem deutlich, dass die räumliche Verteilung des Lichts bei der Planung und Bewertung von Beleuchtung im Hinblick auf nichtvisuelle Lichtwirkungen bislang kaum berücksichtigt wird. Die entwickelten Messverfahren ermöglichen es, die Lichtexposition am Auge genauer zu erfassen, um Studien künftig besser miteinander zu vergleichen. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse für die Forschung zu den nichtvisuellen Wirkungen von Licht und eröffnen Perspektiven für die Gestaltung von gesundheitsförderlicher Beleuchtung in Arbeitsumgebungen.

Die baua: Dissertation "Direction Dependence of Non-Image-Forming Effects - Differences in the Effect of Light from Superior and Inferior Field of View on Measures of Alertness" kann als PDF von der Internetseite der BAuA heruntergeladen werden: www.baua.de/publikationen.

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

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