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Sonnenfinsternis am 12. August: Augen richtig schützen
Am
12. August 2026 wird in Teilen Europas und des Nordatlantiks eine Sonnenfinsternis
zu beobachten sein. Eine totale Sonnenfinsternis wird in Grönland, Island,
Spanien und einen kleinen Teil Nordostportugals zu sehen sein. In Deutschland
ist eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Ab etwa 19 Uhr schiebt sich
der Mond vor die Sonne und verdeckt – je nach Standort – bis zu 90 Prozent (in
Freiburg) der sichtbaren Sonnenfläche.

So faszinierend das Himmelsschauspiel ist, so wichtig ist der richtige Schutz der Augen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnt ausdrücklich davor, die Sonne ohne geeigneten Schutz direkt zu betrachten. Schon ein kurzer Blick kann zu irreparablen Schäden an der Netzhaut führen.
Ein kurzer Blick kann bleibende Schäden verursachen
Wer ungeschützt in die Sonne schaut, setzt seine Augen einer extrem hohen Belastung durch sichtbares Licht, UV- und Infrarotstrahlung aus. Während Hornhaut und Linse einen Großteil der UV-Strahlung absorbieren, gelangen sichtbares Licht und Infrarotstrahlung nahezu ungehindert bis zur Netzhaut.
Da die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren besitzt, bemerken Betroffene die Schädigung häufig erst, wenn das Sehvermögen bereits dauerhaft geschädigt ist.
Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz
Immer wieder unterschätzen Menschen die Gefahr und greifen zu gewöhnlichen Sonnenbrillen oder improvisierten Hilfsmitteln. Beides ist ungeeignet.
Normale Sonnenbrillen filtern das Sonnenlicht nicht ausreichend. Ebenso gefährlich sind vermeintliche "Hausmittel" wie rußgeschwärzte Gläser, CDs, Filmstreifen oder andere selbst gebastelte Lösungen. Sie bieten keinen zuverlässigen Schutz vor der intensiven Strahlung.
Besonders gefährlich ist zudem die Beobachtung der Sonne mit Ferngläsern, Teleskopen oder Kameras ohne spezielle Objektivfilter. Diese Geräte bündeln das Sonnenlicht zusätzlich und können innerhalb von Sekunden schwere Augenschäden verursachen. Geeignete Sonnenfilter müssen grundsätzlich vor der Optik des jeweiligen Geräts angebracht werden.
Sonnenfinsternis-Brillen: Darauf kommt es an
Wer die Sonnenfinsternis direkt beobachten möchte, sollte ausschließlich speziell geprüfte Sonnenfinsternis-Brillen verwenden. Diese verfügen über eine optische Dichte von mindestens 5 und lassen lediglich etwa 0,001 Prozent des Sonnenlichts passieren.
Beim Kauf sollten Verbraucher auf folgende Merkmale achten:
- CE-Kennzeichnung und Erfüllung der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015
- Vorhandene Benutzungs- und Warnhinweise
- Unbeschädigte Filterfolie ohne Kratzer, Löcher oder Risse
- Möglichst breite Bügel und ein guter Sitz am Gesicht, um Streulicht zu minimieren
Bereits kleinste Beschädigungen können die Schutzwirkung erheblich beeinträchtigen. Beschädigte Sonnenfinsternis-Brillen dürfen daher nicht verwendet werden.
Augenoptiker sind kompetente Ansprechpartner
Für Augenoptiker bietet die Sonnenfinsternis eine gute Gelegenheit, ihre Beratungskompetenz unter Beweis zu stellen. Kunden profitieren von einer fachkundigen Aufklärung über die Risiken der Sonnenbeobachtung und erhalten Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Schutzbrillen.
Augenoptische Fachgeschäfte können insbesondere durch
- die Beratung zur sicheren Sonnenbeobachtung,
- den Verkauf geprüfter Sonnenfinsternis-Brillen,
- Hinweise auf sichere Beobachtungsalternativen wie die camera obscura sowie
- Informationen zur richtigen Anwendung der Schutzbrillen
einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Augengesundheit leisten.
Europa blickt zum Himmel
Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar sein wird, erleben Beobachter in Teilen Europas sogar eine totale Sonnenfinsternis. Besonders Spanien wird dabei im Fokus stehen: Dort zieht der Kernschatten von West nach Ost über das Festland bis zu den Balearen. Es ist die erste totale Sonnenfinsternis über dem spanischen Festland seit 1905 und zugleich der Auftakt zu drei außergewöhnlichen Sonnenfinsternissen, die zwischen 2026 und 2028 von Spanien aus beobachtet werden können.
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