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Hape Kerkeling ist Brillenträger des Jahres 2026
Der Entertainer, Autor und Schauspieler Hape
Kerkeling ist „Brillenträger des Jahres 2026“. Mit der Auszeichnung
würdigt das Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) einen Künstler, der seit
Jahrzehnten die deutsche Medienlandschaft prägt und die Brille
selbstverständlich als Teil seines öffentlichen Auftretens trägt.

Der Titel wird an Persönlichkeiten verliehen, die in der Öffentlichkeit stehen und dazu beitragen, Vorbehalte gegenüber der Brille abzubauen. Hape Kerkeling steht beispielhaft für einen gelassenen und natürlichen Umgang mit der eigenen Fehlsichtigkeit: „Eine Brille ist das einzige Accessoire, das dich gleichzeitig klüger, interessanter und modisch mutiger wirken lässt“, so Kerkeling.
Gerade im mittleren Lebensalter verändert sich die Sehleistung schleichend. Dennoch zögern viele Menschen, dauerhaft eine Sehhilfe zu tragen. Der Entertainer begegnet diesem Zögern mit seinem typischen Humor: „Kinderchen, keine Sorge! Man verliert nicht sein Gesicht, man findet es erst.“
Mit etwa vierzig Jahren griff Hape Kerkeling erstmals regelmäßig zur Brille. „Gutes Sehen wurde für mich genau in dem Moment zum Thema, als ich im Supermarkt die Zutatenliste auf der Leberwurst nicht mehr lesen konnte“, erinnert er sich. Heute korrigiere er nach eigenen Worten „die klassische Weitsichtigkeit – also die Arme wurden einfach irgendwann zu kurz für die Zeitung“.
Dass die Brille weit mehr ist als eine Sehhilfe, zeigt sich auch in Kerkelings künstlerischer Arbeit. Äußere Merkmale setzt er bewusst ein, um Figuren Profil zu verleihen. „Die Brille ist das Zepter des Charakters“, sagt er. „Wenn ich die Brille aufsetze, verändert sich mein ganzer Blick auf die Welt – und die Welt blickt anders auf mich.“ So wird aus einem Accessoire ein erzählerisches Instrument, das Rollen Glaubwürdigkeit und Wiedererkennbarkeit verleiht.
Hape Kerkeling ist der inzwischen 21. Preisträger, den das Kuratorium Gutes Sehen mit dem Titel „Brillenträger des Jahres“ auszeichnet. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem Bjarne Mädel, Joko Winterscheidt, Ralph Caspers und Wigald Boning geehrt.
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