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Alte Brillen sammeln – sinnvoll spenden statt wegwerfen

Was tun mit alten Brillen? Diese Frage stellen sich viele Brillenträger, wenn sich im Laufe der Jahre mehrere „alte Schätzchen“ ansammeln. Die Antwort liegt auf der Hand: Alten Brillen ein neues Leben schenken – und das auf sinnstiftende Weise. Organisationen wie Brillen Weltweit oder Brillen-ohne-Grenzen zeigen seit Jahren, wie wertvoll gebrauchte Brillen sein können.

17. März 2026
Alte Brillen sammeln – sinnvoll spenden statt wegwerfen
Alte Brillen sammeln – sinnvoll spenden statt wegwerfen

Hilfe mit großer Wirkung

In vielen Ländern ist gutes Sehen keine Selbstverständlichkeit. Ein Großteil der Menschen mit Sehbehinderungen leben in den ärmsten Ländern der Welt. Fehlende Sehkraft erschwert den Zugang zu Bildung und Arbeit erheblich. Ein Teufelskreis entsteht: Ohne Brille kein Job, ohne Job keine Brille.

Genau hier setzt die Arbeit der Hilfsorganisationen an. Sie sammeln gebrauchte Brillen, bereiten sie auf und sorgen dafür, dass sie gezielt dort eingesetzt werden, wo sie dringend benötigt werden. Dabei sind nicht nur vollständige Brillen gefragt: Auch einzelne Fassungen, ungeschliffene Brillengläser, Hörgeräte oder Brillenetuis können gespendet werden, vorausgesetzt, sie sind noch funktionsfähig.

Entlastung für Augenoptikbetriebe

Es gibt inzwischen viele Augenoptik-Fachgeschäfte, die alte Brillen sammeln und z.B. an Brillen-ohne-Grenzen schicken. Es gibt aber auch eine große Anzahl von Augenoptikern, die ein Angebot der pricon GmbH und CO. KG nutzen. Gesammelte Brillen können an pricon gesendet werden und dort wird der Weitertransport übernommen.

Das Ergebnis ist beachtlich: pricon versendet nahezu wöchentlich zwei große Pakete an das Team um Michaela und Michael Roos von Brillen-ohne-Grenzen – rund 900 Brillen pro Woche finden so ihren Weg in Hilfsprojekte, wie Matthias Köste, Geschäftsführer von pricon, berichtet.

Außerdem sammelt Brillen-ohne-Grenzen neuwertige Brillen, die nicht in den Verkauf gingen, sowie gebrauchte Maschinen und Werkzeuge. Ohne diese Form der Unterstützung wäre der Aufbau von EDA-Optiker-Werkstätten nicht finanzierbar. EDA steht für den „Entwicklungsdienst Deutscher Augenoptiker e.V.“, der sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit die augenoptische Grundversorgung sicherzustellen.

Weitere Wege des Engagements

Neben der reinen Sammlung gibt es zusätzliche Möglichkeiten, sich einzubringen. Die Organisation Mehrblick beispielsweise zeigt, wie Augenoptiker ihre Fachkompetenz direkt einsetzen können, etwa durch die Teilnahme an Brillensprechstunden für Obdachlose, das Vermessen gespendeter Brillen oder die Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit. Solche Ansätze verbinden fachliches Know-how mit sozialem Engagement und schaffen nachhaltige Strukturen vor Ort.

Zu den bekanntesten Hilfsorganisationen gehören:

· brillen-ohne-grenzen.de

· brillenweltweit.de

· blindenhilfswerk.de/spenden/brillenspende/

https://www.mehrblick-hilft-sehen.de/

Quelle: optikernetz.de, pricon GmbH und Co. KG, brillen-ohne-grenzen.de, brillenweltweit.de, mehrblick-hilft-sehen.de; Foto von www.kaboompics.com via pexels

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