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Forscher entdecken bei Menschen einheitliche Hirncodes für das Farbensehen

Wie das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in einer Presseinformation mitteilt, konnten dortige Wissenschaftler und Wissenschaftler der Universität Tübingen mithilfe bildgebender Verfahren bei Versuchspersonen zeigen, dass ihre Gehirnaktivität beim Farbensehen ähnlich ist.

8. Oktober 2025
Die zwei Forscher Prof. Dr. Andreas Bartels (links) und Dr. Michael Bannert (rechts)
Die zwei Forscher Prof. Dr. Andreas Bartels (links) und Dr. Michael Bannert (rechts)

Die Forscher nutzten die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), um die Gehirnaktivität der Teilnehmenden sichtbar zu machen. Dabei zeigten die Hirnscans charakteristische Muster, die immer dann auftraten, wenn die Personen verschiedene Farben betrachteten. 

Diese Aktivitätsmuster ähnelten sich bei allen Testpersonen deutlich, was darauf hinweist, dass das menschliche Gehirn Farben auf vergleichbare Weise verarbeitet. Die Forscher stellten fest, dass im visuellen Kortex für jede Farbe eine eigene räumliche Karte des Sehfelds besteht. Diese Karten unterscheiden sich zwar von Hirnareal zu Hirnareal, zeigen aber bei allen Menschen das gleiche Grundmuster. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass diese Ordnung nicht zufällig ist, sondern während der Evolution entstanden ist und bewahrt wurde.

Für ihre im Journal of Neuroscience veröffentlichte Studie hat das von den Neurowissenschaftlern Michael Bannert (im Foto rechts) und Andreas Bartels (im Foto links) geleitete Team ein computergestütztes Auswertungsverfahren eingesetzt, mit dem sie anhand der fMRT-Aufnahmen der Testpersonen verlässliche Aussagen treffen konnten, welche Farben und Helligkeiten gesehen werden. Zudem konnten sie feststellen, dass Farben und Helligkeiten je nach Ort im menschlichen Blickfeld unterschiedlich im Hirn kodiert waren. 

Die vollständige Presseinformation der Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik mit weiteren Informationen kann aktuell unter folgendem Link abgerufen werden: https://idw-online.de/de/news857843

Quelle: Quelle MPI für biologische Kybernetik via idw-online.de., Quelle Bild: MPI für biologische Kybernetik

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