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Das Posten von Bildern von der Arbeit in Sozialen Medien

Social-Media ist allgegenwärtig. Wir benutzen es privat genauso wie geschäftlich. Es werden Urlaubsfotos gepostet oder Videos aus dem Betrieb, um Kunden auf ein Jubiläum hinzuweisen. Mal eben ein cooles Selfie vor der neusten Sonnenbrillenkollektion, die der Chef gerade bekommen hat? Kein Problem, das Handy ist ja meist griffbereit. Und dann hochladen bei Instagram, #summeriscoming. Ups… ist das überhaupt erlaubt?

13. Februar 2024
Bilder aus dem Betrieb in den privaten Sozialen Medien
Bilder aus dem Betrieb in den privaten Sozialen Medien

Wenn die Grenze zwischen privat und beruflich verwischt, kann es schwierig werden. Denn der Arbeitgeber ist unter Umständen nicht damit einverstanden, dass Bilder aus seinem Betrieb – böse gesagt – als nette Staffage für Selfies auf privaten Accounts erscheinen.

Der Arbeitgeber kann auf Grundlage seines Haus- und Weisungsrechts entscheiden. Erklärt der Arbeitgeber ein Fotoverbot, so ist dem Folge zu leisten. Aber auch, wenn kein ausdrückliches Verbot ausgesprochen wurde, müssen sich Arbeitnehmer an Einschränkungen halten.

So ist zum Beispiel darauf zu achten, dass keine sensiblen Informationen zu sehen sind oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse preisgeben werden. Außerdem dürfen die Postings keine Beschwerde über den Arbeitgeber enthalten.

Sind noch andere Personen auf den Bildern zu erkennen, muss vor einer Veröffentlichung deren Einverständnis eingeholt werden oder die Personen müssen unkenntlich gemacht werden.

Aktuell ist zu dieser Thematik auch ein Urteil in den Medien. Es geht dabei um die Klage eines Frachtpiloten, der von seinem Arbeitgeber eine Kündigung erhalten hatte. Er hatte Fotos und Videos von seiner Tätigkeit, aus dem Cockpit, von sich bei der Arbeit oder in Dienstuniform in den Sozialen Medien geteilt, obwohl es im Unternehmen eine Geheimhaltungsverpflichtung sowie bestimmte Zustimmungserfordernisse gibt.

Das Sächsische Landesarbeitsgericht entschied: Dem Arbeitgeber stehe das Recht am eigenen Bild und Wort zu. Dieses Recht habe der Kläger durch die Postings verletzt. Zudem habe er gegen seine umfassende Verschwiegenheitspflicht verstoßen (AZ: 4 Sa 34/21).

Quelle: optikernetz.de

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