Keine Einträge vorhanden

AOV NRW: Neuer Vorstand diskutiert über Entbürokratisierung und Effizienz in der Ausbildung

Am 24. Januar 2024 trafen sich die Vorstandsmitglieder des Augenoptiker- und Optometristenverbandes NRW zur ersten Vorstandssitzung nach der Neuwahl im Dezember 2023 in den Räumen der Dortmunder Geschäftsstelle.

5. Februar 2024
Der Vorstand des AOV NRW (vlnr): Andreas Oehm, Jens Schulz, Ulrich Schüttler, Christian Müller, Kai Jaeger, Katharina Bussemaß, Hans Josef Schümmer, Diethard Pankatz, Philipp Bell, Thomas Heimbach.
Der Vorstand des AOV NRW (vlnr): Andreas Oehm, Jens Schulz, Ulrich Schüttler, Christian Müller, Kai Jaeger, Katharina Bussemaß, Hans Josef Schümmer, Diethard Pankatz, Philipp Bell, Thomas Heimbach.

Ende 2023 fand die Wahl durch die Delegierten des Augenoptiker- und Optometristenverbands NRW (AOV NRW) statt. Der Vorstand wurde an drei Stellen neu besetzt.

Für den im vergangenen Jahr verstorbenen Dirk Wölpert wurde Andreas Oehm in den Vorstand des AOV NRW gewählt. Auf die ausgeschiedenen Mitglieder Friedhelm Hannig und Michael Odo Hauck folgten Philipp Bell und Jens Schulz.

Ehrenamt in NRW – eine Erfolgsgeschichte

Seit der Fusion zum Augenoptiker- und Optometristenverband NRW 2009 besteht der Vorstand aus zehn gewählten Vertretern aus den Mitgliedsinnungen des AOV NRW.

Andreas Oehm ist seit 1993 selbstständiger Unternehmer und seitdem in der Innung. Er bekräftigt, dass die Mitgliedschaft in der Innung viele Vorteile biete und die Kosten für die Mitgliedschaft mehr als ausgeglichen würden. Für Andreas Oehm ist der Blick über den Tellerrand wichtig und in seiner Vorstandstätigkeit sieht er die Möglichkeit, diese Perspektive sinnvoll einzusetzen, wenn es um Themen wie Mitarbeiterbindung und -neugewinnung, den Einsatz von KI in den Mess- und Screening-Verfahren, betriebswirtschaftliche Fokussierung und dringend notwendiges Wachstum geht.

Auch für Jens Schulz war es von Beginn seiner Selbstständigkeit 2018 an klar, dass er Innungsmitglied wird. Und dabei blieb es nicht. Schulz engagierte sich seitdem unter anderem im Gesellenprüfungsausschuss. Für Schulz ist es eine der Hauptaufgaben der Innung, die Gesellenausbildung zu betreuen. „Darüber hinaus ist die Innung ein Zusammenschluss von engagierten Augenoptikern, die sich für ihren Beruf interessieren und ihn weiterentwickeln wollen.“

Wichtige Themen auf der Agenda

„Der Fachkräftebedarf ist bekanntlich auch in der Augenoptik groß. Kollegen sind mitunter gehalten, neue Personalkonzepte zu entwickeln. In manchen Unternehmen sieht die Lösung so aus, dass der Betrieb an einem Werktag in der Woche geschlossen wird. Das ersetzt die unterschiedlichen freien Tage der Mitarbeiterschaft und sichert eine gute Besetzung des Unternehmens. Dennoch fehlen zahlreichen Unternehmen die Fachkräfte. Ausbildungsbetriebe können Stellen nicht besetzen, weil es weniger Bewerber gibt. Es ist wichtig, dass wir in dieser Situation alle Möglichkeiten ausschöpfen, insbesondere den Beruf auch an allen Stellen vorstellen, um den Nachwuchs dafür zu interessieren. Es geht bei diesen Diskussionen darum, Wege zu finden und zu gestalten, den Beruf zu erhalten und für die Zukunft aufzustellen“, so Thomas Heimbach, seit fast zwanzig Jahren Vorsitzender des AOV NRW – und damit ebenfalls Teil der nordrhein-westfälischen Erfolgsgeschichte.

Ein wichtiger Punkt, wenn es um die Zukunftsfähigkeit des Berufes geht, ist die aktuelle Ausbildungssituation. Der Vorstand diskutierte in diesem Zusammenhang intensiv über die überbetriebliche Ausbildung in NRW (ÜLU). Der AOV NRW ist Träger zweier Bildungszentren in NRW, nur die ÜLU in Köln ist in Trägerschaft der Handwerkskammer zu Köln. Zentrales Anliegen des AOV NRW ist es, die überbetriebliche Ausbildung technisch auf dem neusten Stand zu halten und sie effizient zu gestalten, damit sie für die Betriebe auch zukünftig kostengünstig ist.

Ein weiteres wichtiges Thema, der auf der Vorstandssitzung diskutiert wurde, war die Überbürokratisierung von kleinen und mittleren Unternehmen. „Mein Hauptaugenmerk als Vorstandsmitglied möchte ich auf den Abbau der Bürokratie richten. Denn durch eine Entlastung bei der Bürokratie haben wir im Beruf wieder mehr Zeit für unser Hauptanliegen, eine gute Versorgung der Kunden. Außerdem macht der Beruf ohne die bürokratischen Fesseln allen Beteiligten mehr Spaß - den Kunden, den Optikern und auch den jungen Menschen,“ so der neu gewählte Philipp Bell.

Nach den Wahlen im vergangenen Herbst stellt sich der Vorstand für die Wahlperiode 01.01.2024 bis 31.12.2026 wie folgt auf:

Vorsitzender: Thomas Heimbach, Coesfeld

stv. Vorsitzender: Christian Müller, Mülheim

Vorstandsmitglied: Philipp Bell, Münster

Vorstandsmitglied: Katharina Bussemaß, Gütersloh

Vorstandsmitglied: Kai Jaeger, Köln

Vorstandsmitglied: Andreas Oehm, Neunkirchen

Vorstandsmitglied: Diethard Pankatz, Emsdetten

Vorstandsmitglied: Jens Schulz, Mühlheim

Vorstandsmitglied: Hans Josef Schümmer, Würselen

Vorstandsmitglied: Ulrich Schüttler, Duisburg

Quelle: AOV NRW; Bild: AOV NRW/Steffi Milde

Ihr Draht zur Redaktion

Wir kommunizieren gern! Sie auch?
Fragen, Anregungen oder einfach mal so – rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Newsletter abonnieren

Mit unseren Newslettern erhalten Sie genau die News, die Sie brauchen - kostenlos und direkt in Ihre Mailbox.

Im Rahmen der Nutzung unserer Webseiten verwenden wir, neben technisch notwendigen Cookies, auch Cookies von Dritten zu Werbe- und zu Analyse-Zwecken (z.B. Google Analytics).

Weitere Hinweise zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung