19.09.2014 News
Die schriftliche Begründung des am 13. August 2014 gesprochenen Urteils gegen die BKK EWE liegt nun vor. Optikernetz berichtete bereits einige Male über die Verfahrensweise der BKK EWE, die zum großen Unmut unter den Augenoptikern geführt hat. In der Begründung des Urteils heißt es, dass die BKK EWE keinen Brillenzuschuss als neue Zusatzleistung ankündigen darf, wenn eine klare Empfehlung für den Internethändler Brille 24 ausgesprochen wird. Dadurch habe BKK EWE dem Internethändler einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil verschafft und ihre Neutralitätspflicht verletzt, so die Richter weiter.Der Zentralverband der Augenoptiker, der das Verfahren gegen die BKK EWE in Gang gesetzt hat, kommentiert die Entscheidung, wie folgt: „Auch wenn die Entscheidung in diesem Punkt erfreulich ist, so gibt es doch zwei unerfreuliche Punkte. Zum einen zielt das Urteil des Landgerichts Oldenburg nur auf den konkret vorliegenden Fall ab und beinhaltet nicht ein generelles Kooperationsverbot zwischen Krankenkassen und Onlinehändlern. Zum anderen sieht es das Gericht als erwiesen an, dass dem Verbraucher bewusst ist, dass bei einer bequemen Online-Bestellung keine Beratung möglich ist. Aus diesem Grund lies das Landgericht die Bewerbung der Brillen von Brille 24 als "Qualitätsbrillen" durch die Krankenkasse unbeanstandet.“Die BKK EWE hat nun die Möglichkeit gegen das ihr gegenüber ausgesprochene Kooperationsverbot Rechtsmittel einzulegen. Optikernetz.de wird Sie auf dem Laufenden halten.
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18.09.2014 News
Nicht nur die bekannten Anbieter auch einige stationäre Augenoptiker betreiben auf Ihrer Internetseite einen meist kleinen Webshop, auf dem Fassungen, komplette Brillen, Kontaktlinsen oder andere Handelsware vertrieben wird. Die deutsche Handwerkszeitung berichtet in dem Zusammenhang über die von vielen vernachlässigten steuerlichen Aspekte beim Betreiben eines solchen Shops. Erwirbt ein Augenoptiker, z.B. eine werbewirksame und einprägsame Domain für seinen Online-Shop, sollte beachtet werden, dass der Kaufpreis für diese Domain nicht als Betriebsausgabe verbucht und auch nicht abgeschrieben werden. Die Finanzverwaltung und die Gerichte gehen davon aus, dass eine Domain ein nicht abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut ist.Wer sich von einem Programmierer einen Online-Shop für seine Produkte erstellen lässt, schafft ebenfalls ein immaterielles Wirtschaftsgut, dass im Anlagevermögen zu aktivieren ist. Da aufgrund der rasanten Entwicklung im Internet jedoch damit zu rechnen ist, dass dieser Web-Shop alle drei bis fünf Jahre komplett erneuert werden muss, ist eine steuersparende Abschreibung des Kaufpreises für den Shop auf drei bis fünf Jahre möglich.Alle Aufwendungen bezüglich des Betriebs, wie das Erstellen von Fotos, Aufwendungen für Provider usw. stellen natürlich eine Betriebsausgabe dar. Bevor ein Augenoptiker mit seinem Online-Shop startet, sollten man sich von seinem Steuerberater auch umsatzsteuerlich beraten lassen, denn bei Bestellungen aus dem Ausland greifen umsatzsteuerliche Besonderheiten bei der Rechnungsstellung.
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