26.03.2015 News
Optikernetz berichtete kürzlich über den Rücktritt des Kunden vom Werkvertrag. Das Amtsgerichtes Greifswald urteilte, dass die Aufhebung von Werkverträgen als Folge des Widerrufs eines Darlehensvertrags zu Rechtsfolgen führt, die sehr nachteilig für den Augenoptiker sein können. Wie kann man vorbeugen?Der Augenoptiker konnte in dieser besonderen Konstellation dem Kunden gegenüber keinen entstandenen Aufwand zur Erfüllung der werkvertraglichen Pflichten als Werkersteller geltend machen. Das Rechtsgeschäft ist nämlich aus Sicht des Gerichts durch das Nichtzustandekommen der Finanzierung auf Grund des Widerrufs derselben nichtig geworden. Diese Problematik könnte nicht nur Augenoptiker betreffen, die ihren Kunden die Finanzierung der Brille über ein Abrechnungszentrum ermöglichen, sondern allen Betrieben, die ihre Kunden Finanzierungen von Sehhilfen auch über Kreditinstitute vereinbaren lassen. Denn auch dort ist das Widerrufsrecht für Endverbraucher hinsichtlich des Finanzierungsvertrages vorgesehen. Sollte ein Berufungsgericht die rechtliche Situation genauso einschätzen wie das Amtsgericht, und dem Augenoptiker nicht einmal eine Erstattung der Kosten zusprechen, die er normalerweise bei  der Rückabwicklung eines Werkvertrages hätte, so ist der Augenoptiker gut beraten, vorsichtig zu sein. Das kann etwa zur Folge haben, dass Augenoptiker erst nach Ablauf der Widerrufsfrist einer entgeltlichen Finanzierung  von 2 Wochen mit der Herstellung der Sehhilfe beginnen, wenn sie sich absolut sicher gehen wollen. Eine andere Möglichkeit, diese Problematik zu umgehen, ist die unentgeltliche Ratenzahlung. Diese hat den Nachteil, dass der Augenoptiker im Risiko des Zahlungsausfalles steht.
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  • 20.03.2015 Aufhebung von Werkverträgen
Newsübersicht
26.03.2015 News
Der Optimismus der deutschen Verbraucher wachse weiter, vermeldet die GFK (Gesellschaft für Konsumforschung) in ihrer Konsumklimastudie für März 2015. Der Konsumklimaindex für April werde voraussichtlich auf zehn Punkte steigen. Für März wurden 9,7 Punkte errechnet. Das Tauziehen um den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone lasse die Verbraucher bislang unbeeindruckt, heißt es. Auch die Einkommenserwartungen legten vor dem Hintergrund wachsender Beschäftigung, guter Tarifabschlüsse und einer schwachen Inflation erneut zu.Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank setze den Euro unter starken Abwertungsdruck. Damit verbessere sich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporte in den Nicht-Euro-Raum stark. Außerdem wirkten die überaus niedrigen Energiekosten für Haushalte und Unternehmen wie ein kleines Konjunkturprogramm.Als Folge sehen die Wirtschaftsexperten die ursprüngliche Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt von 1,5 Prozent in diesem Jahr als zu konservativ an. Sie rechnen inzwischen mit einem Plus von fast 2 Prozent.Auch die Unternehmen sehen die deutsche Wirtschaft klar im Aufwind, wie der fünfte Anstieg in Folge des ifo-Geschäftsklimas im März belegt.Im Sog der signifikant gestiegenen Konjunkturaussichten legen auch die Einkommenserwartungen zu. Nach einem Plus von 2,5 Punkten steigt der Indikator auf 53,1 Zähler. Dies ist der dritte Anstieg in Folge auf einem ohnehin sehr hohen Niveau.Die Kombination aus steigender Beschäftigung, guten Tarifabschlüssen und sehr niedriger Inflation liesse den Einkommensoptimismus der Verbraucher weiter wachsen. Und dieser Optimismus sei nicht unbegründet. So hätten die ersten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie in Höhe von 3,4 Prozent sicherlich eine gewisse Signalfunktion für viele Beschäftigte in anderen Branchen. Sie könnten in diesem Jahr auf signifikante, reale Lohnzuwächse hoffen. Und da die Renten eng an die Entwicklung der Löhne und Gehälter gekoppelt seien, könnten auch die Rentner in diesem Jahr mit deutlichen realen Einkommenssteigerungen rechnen. So sollen nach Informationen der Regierung   zum 1. Juli dieses Jahres die Altersbezüge im Westen um 2,1 Prozent und in den neuen Ländern um 2,5 Prozent angehoben werden.Die Gründe für den Höhenflug der Anschaffungsneigung lägen auf der Hand: Steigende Beschäftigung und Einkommensaussichten sowie niedrige Energiepreise gäben den Konsumenten Planungssicherheit, aber auch die finanziellen Mittel, um verstärkt größere Anschaffungen zu tätigen. Darüber hinaus dürfte auch die Geldpolitik der EZB, deren Ziel es sei, die Zinsen in den Keller zu drücken, die Konsumlust fördern, da die Alternative – das Sparen – derzeit wenig attraktiv sei. Die Sparneigung verbleibe weiter im Keller, wenn auch im März ein leichter Anstieg zu verzeichnen sei.Trotz dieses positiven Ausblicks blieben aber Risiken. Auch wenn sich die Bundesbürger momentan offenbar unbeeindruckt zeigten, könnte das derzeitige Ringen um die Zukunft Griechenlands aufgrund der nicht kalkulierbaren Risiken die Konsumenten in Deutschland in den nächsten Monaten auch verunsichern. Gäbe es tatsächlich einen „Grexit“, also die Abkehr Griechenlands vom Euro und damit den Austritt aus dem Euro-Raum, könnte dies der Konsumkonjunktur einen herben Rückschlag versetzen.
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